Schwerer Unfall auf A6

Wernberg-Köblitz Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es heute Vormittag auf der A 6, zwischen den Anschlussstellen Leuchtenberg und Wernberg Ost. Dabei wurden zwei Personen schwerst verletzt. 

Ein in Richtung Nürnberg auf der rechten Fahrspur fahrender Klein-Lkw, der von einem tschechischen Staatsbürger (64) gelenkt wurde, verlor während der Fahrt, aus bisher unbekannter Ursache, die linke hintere Zwillingsbereifung und kam dadurch ins Schleudern. Ein unmittelbar auf der linken Fahrspur nachfolgender tschechischer Skoda-Fahrer (67) bremste hieraufhin stark ab, um eine Kollision mit dem Klein-Lkw zu vermeiden.

Hinter diesem fuhr wiederrum ein Motorrad. Gefahren wurde dieses wahrscheinlich von einem Italiener (57) und dessen Sohn (23). Der Krad-Fahrer konnte offensichtlich nicht mehr rechtzeitig abbremsen und versuchte zwischen den beiden schleudernden Fahrzeugen durchzufahren. Hierbei stieß das Kraftrad mit der linken Seite gegen das rechte  Heck des Skoda Octavia.

Beifahrer verliert Bein

Infolge des Anstoßes wurde dem 23-Jährigen der linke Unterschenkel abgerissen und die beiden Motorradfahrer wurden auf die Fahrbahn geschleudert. Sie kamen rund 30 m nach dem Kraftrad auf der rechten Fahrspur zum Liegen.

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Erste Hilfe vor Ort wurde durch einen amerikanischen Arzt und eine deutsche Krankenschwester geleistet, die unmittelbar danach zur Unfallstelle kamen. Der schwerstverletzte Italiener wurde mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen, sein ebenfalls sehr schwer verletzter Vater kam mit dem Rettungswagen in ein anderes Krankenhaus.

Sowohl der Klein-Lkw-Fahrer, als auch der Skoda-Fahrer und seine mitfahrende Beifahrerin (67) wurden bei dem Unfall nicht verletzt. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund 50.000,- Euro.

Autobahn noch bis 14 Uhr gesperrt. Rettungsgasse bilden!

Absperr- und Reinigungsarbeiten erfolgten durch die Feuerwehr Vohenstrauß und die Autobahnmeisterei. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde ein Gutachter hinzugezogen. Die Autobahn ist derzeit noch bis etwa 14.00 Uhr total gesperrt. Eine Ausleitung erfolgt an der AS Leuchtenberg.

Ein großes Problem ergab sich bei der Anfahrt der Rettungskräfte zur Unfallstelle, weil durch im Stau stehende Fahrzeuge keine Rettungsgasse gebildet worden war.

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