SpVgg SV legt Forchheim spät zwei ‚Eier‘ ins Nest.

Weiden. Durch einen späten Doppelpack von Josef Rodler und Ralph Egeter durfte die SpVgg SV Weiden doch noch jubeln. In der 70. Minute ging Jahn Forchheim in Führung, doch am Ende brachte der überraschend stark agierende Abstiegskandidat den Vorsprung nicht über die Zeit.

von Stefan Landgraf und Dagmar Nachtigall 

Der Fußball-Bayernligist SpVgg SV Weiden lässt nicht locker. Die Mannschaft von Trainer Tomas Galasek blieb auch im 13. Spiel in Folge ohne Niederlage, zitterte aber am Donnerstagabend im Heimspiel gegen die abstiegsbedrohte SpVgg Jahn Forchheim bis zum Schluss, ehe der 2:1 (0:0)-Erfolg feststand. Der späte Doppelschlag von Josef Rodler (86.) und Ralph Egeter (89.) bescherte den Schwarz-Blauen das passende Ostergeschenk.

SpVgg Weiden
Mit dem 2:1-Siegtreffer in der 89. Minute gegen Jahn Forchheim erlöste SpVgg SV-Stürmer Ralph Egeter (l.) seine Schwarz-Blauen spät. Bild: Dagmar Nachtigall (Archiv)

„Mir fehlen einfach die Worte, so grausam kann Fußball sein. Wir haben 90 Minuten gekämpft und keinen großen Unterschied zum Weidener Spitzenteam offenbart. Aber am Ende gehen wir als Verlierer vom Platz – unglaublich“, so ein enttäuschter Jahn-Trainer Michael Hutzler. „Am Ende war ich der glücklichere Trainer, aber mit dem Spiel überhaupt nicht zufrieden“, erklärte Tomas Galasek in der Pressekonferenz.

Weiden ohne Wodniok – sichere Abwehrreihen in Hälfte eins

Galasek wollte die Mannschaft trotz des beruflichen Fehlens von Rafael Wodniok nicht zu sehr umstellen und gab Dennis Paulus von Beginn eine Chance. Trotzdem merkte man deutlich im Mittelfeld das Fehlen von Wodniok, denn die klare Linie aus den letzten Partien war nicht zu erkennen. Forchheim veränderte sein Team gleich auf drei Positionen und brachte Bastian Leikam, Adem Selmani und Tim Basener. Beide Abwehrreihen standen sicher. Die erste zu erwähnende Möglichkeit leitete Michael Riester ein, der auf Klaus Rodler passte und dieser knapp im Strafraum (5.) den Ball verpasste. Forchheim zeigte im weiteren Verlauf immer wieder schöne Spielzüge. Die SpVgg SV hingegeben probierte es immer wieder mit langen Bällen.

Forchheim zunächst in Führung

Nach dem Seitenwechsel am Anfang das gleiche Bild, doch hatten die Oberfranken mehr Spielanteile. So passte Basener aus spitzem Winkel und Keeper Dominik Forster klärte gerade noch zur Ecke. Die Gastgeber brachten Matthias Heckenberger für Michael Riester und die Auswärtself verstärkte sich in der 68. Minute nach einer Verletzung von Bastian Leikam mit Sven Becker. Der Wechsel war gerade vollzogen, als auch schon Heckenberger einen entscheidenden Fehler im Mittelfeld beging. Senad Bajric fischte sich die Kugel und ließ der Defensive der Schwarz-Blauemn das Nachsehen. Auch der heraus geeilte Forster war chancenlos und Forchheim führte somit 20 Minuten vor dem Ende mit 1:0.

Ausgleich brachte Selbstvertrauen

Die SpVgg SV Weiden wurde nun noch hektischer. Erst langsam erholte sich die Platzelf von diesem Schock. Heckenberger machte seinen Fehler wieder gut, als seine Ecke bei Florian Reich landete und dieser Rodler fand, der rund fünf Minuten vor dem Ende das 1:1 markierte.

„Danach haben meine Spieler das notwendige Selbstbewusstsein bekommen und obere Mannschaften ziehen dann solche Spiele auf ihre Seite“

so Galasek. Der Siegtreffer fiel erneut durch eine Standardsituation: Dieses Mal spielte Lukas Hudec das Leder in den Forchheimer Strafraum. Seine Flanke verlängerte Kapitän Thomas Wildenauer per Kopf auf den heranstürmenden Egeter und dieser traf kurz vor dem Schlusspfiff zum 2:1-Sieg.

Statistik:

SpVgg SV Weiden – SpVgg Jahn Forchheim 2:1 (0:0)

SpVgg SV Weiden: Forster – Jobst, Paulus (76. Reich), Wendl, Scherm –  Wildenauer, Graf, Hudec, Riester (68. Heckenberger) – Rodler, Egeter.

SpVgg Jahn Forchheim: Akbakla – Becker, Hassa, Leikam (68. Becker), Özdemir – Basener (81. Bajrami), Dietrich, Bauernschmitt, Roas, Sremcevic – Bajric, Selmani.

Tore: 0:1 Bajric (70.), 1:1 Rodler (86.), 2:1 Egeter (89.)

SR: Jonas Beinhofer (Regensburg)

Zuschauer: 320

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