Traditionelle Weihnachtssitzung in Neustadt

Neustadt/WN. Wie jedes Jahr trafen sich die Stadträte auch in diesem Jahr vor der Dezember-Sitzung wieder im Museum. So wurde mit dem Besuch auch gleichzeitig die Weihnachtsausstellung eröffnet.

In diesem Jahr können Besucher im Stadtgeschichtsraum jede Menge Modellautos sehen, die Eckart Engelbert dem Museum zur Verfügung gestellt hat. Dort gibt es auch eine ausführliche Ausstellung zur Geschichte des handwerklichen Druckens in Neustadt.

Zu Beginn des Rundgangs begrüßte Stadtarchivarin Ursel Wiechert die Stadträte im Museum mit einer Geschichte zu den Türmern in Neustadt. „Wenn in den kommenden Festtagen musikalische Klänge vom Turm erschallen werden, lassen Sie sich daran erinnern, dass sich diese Tradition ursprünglich aus dem Stundenruf der Türmer entwickelt hat.

Ursel Wiechert berichtete in ihrer Rede von den Türmern in Neustadt und deren musikalischer Traition
Ursel Wiechert berichtete in ihrer Rede von den Türmern in Neustadt und deren musikalischer Traition

Museum einen Besuch wert

Bürgermeister Rupert Troppmann bat alle Stadträte kräftig die Werbetrommel für das Museum zu rühren: „Wir haben hier ein wertvolles Museum mit hervorragendem Niveau in wunderbaren Räumen.“ Danach ging es für die Stadträte zur Sitzung in den Sitzungssaal im Rathaus – auch wenn einige wohl gerne noch länger im Museum geblieben wären, um sich Bilder vom früheren Neustadt anzusehen.

Die eigentliche Sitzung war schnell vorbei. Im Anschluss hielten die einzelnen Fraktionen ihre Weihnachtsreden. Zu Beginn hatte der Bürgermeister das Wort. Er berichtete von den letzten vier Wochen, die schon zeigen würden, dass man sich in Neustadt wohlfühlen kann. Darüber hinaus würden alle Stadträte hervorragende Arbeit leisten:

Jede Fraktion, jeder Stadtrat setzt sich für die Belange der Bürger ein! Jeder der seine Zeit opfert und sich für andere engagiert hat hier meinen Dank verdient. Wir sollten nicht nur an Weihnachten Zeit schenken, sondern das ganze Jahr über.

Josef Arnold von der CSU ging in seiner Rede auf Traditionen ein und bemerkte: „Wir müssen uns erinnern, dass wir auf den Schultern vieler vorheriger Generationen stehen.“ Überall sehe man Ochs und Esel in der Krippe. Früher wurden diese auch oft mit menschlichen Köpfen gezeichnet. Auch im Stadtrat seien einige wie Ochs und Esel – aber nicht weil sie stur oder gar dumm wären, sondern weil sie auch schwere Lasten für die Stadt tragen würden.

Neupert berichtet von positiven Schlagzeilen

Achim Neupert von der SPD betonte in seiner Rede die vielen positiven Schlagzeilen, die die Stadt im vergangenen Jahr gemacht habe. Auch die negativen zählte er auf: Das tote Baby im Supermarkt oder den Brand in der Asylbewerberunterkunft. Dennoch würden die positiven überwiegen. Wie von dem Helden aus Neustadt, der einer Frau auf der Autobahn das Leben gerettet hatte. Zum Schluss erzählte er eine Geschichte, die zum Nachdenken anregen sollte, von allen „Ausländern“ die Deutschland kurz vor Weihnachten verlassen: Die Gewürze aus Indien, das Öl aus den Arabischen Emiraten und und und.

Hermann Schmid von den Freien Wählern hatte für seine Rede extra ein Gedicht verfasst, in dem es um Weihnachten, Neustadt und die aktuelle Situation in der Welt ging. Wie seine Vorredner dankte auch er dem Stadtrat und allen städtischen Angestellten. Auch die freiwilligen Helfer ließ er nicht unerwähnt.

Was liegt denn hier besonderes? Kleiner Tipp: Es hat etwas mit einem Kaiser und einem Kleidungsstück zu tun.
Was liegt denn hier besonderes? Kleiner Tipp: Es hat etwas mit einem Kaiser und einem Kleidungsstück zu tun.
Interessiert betrachten Stadträte und Bürgermeister die Ausstellungsstücke
Interessiert betrachten Stadträte und Bürgermeister die Ausstellungsstücke
Neben der romantisch beleuchteten Nachtmann Vase fühlte es sich schon fast weihnachtlich an.
Neben der romantisch beleuchteten Nachtmann Vase fühlte es sich schon fast weihnachtlich an.

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