Polizei

Überholmanöver bei Oberbruck missglückt - Kurierfahrer (38) schwer verletzt

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Oberbruck/Kulmain/Immenreuth. Ein Kurierfahrer will überholen, bemerkt zu spät, dass der Lastwagen vor ihm abbremst: Dann kracht es schnell.

Nachdem Rettungskräfte und Notarzt den Verletzten versorgt habe, fliegt der Rettungshubschrauber "Christoph80" den Mann ins Krankenhaus. Seine Verletzungen am Kopf waren schwer. Bild: Michael Denz.

Schwer verletzt wird ein Kurierfahrer (38) am Dienstag ins Krankenhaus geliefert, nachdem er in einen Lastwagen gekracht ist. Nach Angaben der Polizei hat der Kurierfahrer zum Überholen angesetzt - allerdings zu spät bemerkt, dass der Lastwagen auf der Staatsstraße zwischen Kemnath und Immenreuth nach links in eine Nebenstraße in Richtung Berndorf abbiegen will. 

Zwar hat der Kurierfahrer den Überholvorgang sofort beendet, doch zu spät: Der Kurierwagen ist nach rechts abgedriftet und mit der linken Fahrzeugseite in das Heck des Lastwagens geknallt. Erst hundert Meter nach dem Aufprall ist das stark demolierte Kurierfahrzeug innerhalb der Ortschaft Oberbruck stehen geblieben. Warum der Fahrer erst dort angehalten hat, beziehungsweise das Auto erst dort zum Stillstand gekommen ist, sei auf Nachfrage bei der Polizei Kemnath völlig unklar. 

Der Kurierfahrer sei anfangs zwar ansprechbar gewesen, war aber erheblich unter Schock. Verkehrsteilnehmer haben vorbildlich erste Hilfe geleistet und den Notruf abgesetzt. 

Schwere Verletzungen am Kopf

Gegen 13 Uhr am Dienstag waren viele Einsatzkräfte von Feuerwehr Kulmain, bis Rettungsbesatzung und Notfallauto der BRK-Rettungswache Kemnath im Einsatz. Schnell war der Kurierfahrer medizinisch erstversorgt. Seine Verletzungen am Kopf waren aber schwer: Das Rettungsteam hat ihn deshalb samt Rettungshubschrauber „Christoph80“ ins Krankenhaus gebracht. 

Den Einsatz geleitet und koordiniert haben Kommandant Ernst Braunreuther und Gruppenführer Georg Redl Junior samt 15 Einsatzkräften aus Kulmain. Sie hatten die Unfallstelle weiträumig abgesichert, den Brandschutz sichergestellt, die Unfallstelle gereinigt und den Verkehr umgeleitet. 

Der Sachschaden an Lastwagen und Kurierfahrzeug ist enorm. Bei dem Lastwagen soll es sich um ein Spezialfahrzeug für mobile Schrotung für den landwirtschaftlichen Bereich gehandelt haben. Arbeiter hatten damit zu schaffen,verbogene Rohre und abgerissene Fahrzeugteile notdürftig zu reparieren. Schaden: 5.000 Euro. 

Das Kurierfahrzeug war ein Fall für den Abschleppdienst, das bedeutet Totalschaden in Höhe von 10.000 Euro. Darin wurden eilige Medikamente transportiert. Anfängliche Vermutungen, dass das Kurierfahrzeug gefährliche Stoffe mitführt, haben sich nicht bestätigt: „Zwar waren Frachtpapiere, die auf Gefahrstoffe hindeuten, im Fahrzeug - nicht aber entsprechende Stoffe“, erklärt ein Sprecher der Feuerwehr.

Nach rund einer Stunde war die Straße für den Verkehr wieder frei. 

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An dieser Stelle hat es gekracht: Noch bevor der Lastwagen in die Nebenstraße im Bild abgebogen war, ist der Kurierfahrer in das Heck gekracht. Bild: Michael Denz.
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Die Besatzung eines Rettungswagens und ein Notarzt waren im Einsatz. Bild: Michael Denz.
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Erst rund hundert Meter nach dem Aufprall hat der Kurierfahrer innerhalb der Ortschaft Oberbruck angehalten. Bild: Michael Denz.
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Einsatzkräfte der Feuerwehr Kulmain reinigen die Unfallstelle. Bild: Michael Denz.
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Unweit der Unfallstelle ist der Rettungshubschrauber "Christoph80" gelandet. Bild: Michael Denz.
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Das Kurierfahrzeug wurde stark beschädigt. Eine lange Ölspur war die Folge. Bild: Michael Denz.
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Viele Rettungskräfte waren am Dienstag nach einem Verkehrsunfall bei Oberbruck im Einsatz. Bild: Michael Denz.
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Mit dem Rettungshubschrauber kommt der verletzte Kurierfahrer in eine Klinik. Bild: Michael Denz.
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Nachdem Rettungskräfte und Notarzt den Verletzten versorgt habe, fliegt der Rettungshubschrauber "Christoph80" den Mann ins Krankenhaus. Seine Verletzungen am Kopf waren schwer. Bild: Michael Denz.

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