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Voller Zuversicht zur Friedensmadonna

Fahrenberg. Erhaben und voller Zuversicht steht die Fahrenberger Friedensmadonna am Ostgiebel der Wallfahrtkirche Mariä Heimsuchung.

Voller Zuversicht zur Friedensmadonna

Friedensmadonna auf der Wallfahrtskirche Fahrenberg. Foto: Franz Völkl
Bischof Rudolf Voderholzer (heller Hut) mitten in der Waldthurner Pilgergruppe. Foto: Franz Völkl
Die überfüllte Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung mit Bischof Rudolf Voderholzer und den Mitzelebranten. Foto: Franz Völkl
Blick auf Altar, im Hintergrund Pilgerkreuz. Foto: Franz Völkl
Pleysteiner Friedenspilger bei der Ankunft am Fahrenberg. Foto: Franz Völkl
Viele Pilger verfolgen den Friedensgottesdienst aus Platzmangel vor der Kirche. Foto: Franz Völkl
Bischof Voderholzer (rechts) mit Organisator Bernhard Meiler (Mitte) und Klaus Müller, den Koordinator der Tirschenreuther Pilgergruppe. Foto: Franz Völkl
Bischof Rudolf Voderholzer (heller Hut) und Pilgerführer Bernhard Meiler (helle Jacke) beim Start in Waldthurn. Foto: Franz Völkl
Waldthurner Pilgergruppe. Foto: Franz Völkl
Bischof Rudolf Voderholzer (heller Hut) und Pilgerführer Bernhard Meiler (mit Mikro) beim Start in Waldthurn. Foto: Franz Völkl

Bischof unter den Pilgern

Am vergangenen Samstag (22. April 2023) machten sich auf Initiative von Bernhard Meiler von der Regensburger Diözesanfußwallfahrt, Hunderte von Pilgern jeden Alters auf. Aus allen Himmelsrichtungen wie Tirschenreuth, Pleystein und Waldthurn zogen sie betend und singend auf den „Heiligen Berg der Oberpfalz“. Am späten Nachmittag füllte sich vorerst ganz langsam die Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung und auch das außenliegende Areal rund um das Jahrhundert alte Wallfahrtgotteshaus.

Aus allen Himmelsrichtungen – „O Maria hilf“

Plötzlich tauchten bei der „Sternwallfahrt für den Frieden“ aus allen Himmelsrichtungen kommend, betende und singende Menschen, ob vom Rosenkranzweg, über die Straße von Oberbernrieth oder aus dem Bereich der großen Fahrenbergskiabfahrt mit Pilgerkreuzen innerhalb von wenigen Minuten auf. „Maria, wir rufen zu Dir!“, war immer wieder aus unzähligen Kehlen zu hören, auf so manchem Pilgerkreuz stand „O Maria hilf“.

Friedensmadonna blickt Richtung Osten

Voller Glanz begrüßte die seit 67 Jahren in 27 Meter Höhe auf dem Ostgiebel der Wallfahrtskirche und in den Osten blickende Friedensmadonna mit einer gefühlten stoischen Gelassenheit die vielen Pilger des Friedens. Wallfahrer hatten sich für den Frieden in der Ukraine, aber auch in der ganzen Welt aufgemacht, um gemeinsam ein Zeichen zu setzen und für den Frieden zu beten und zu singen. Die Feuerwehr Oberbernrieth ordnete für die mit dem Auto gekommenen Pilger, die sich Sorgen um den Frieden machen, den Verkehr. Das Organisationsteam hatte mit der Terminwahl hinsichtlich des idealen Pilgerwetters eine „echte Punktlandung“ hingelegt.

Waldthurn – Tirschenreuth – Pleystein

An der Pfarrkirche St. Sebastian in Waldthurn hatten sich eineinhalb Stunden zuvor viele kirchliche Vereinsabordnungen, darunter auch der Katholische Frauenbund, Kolping und die Katholische Landjugend Waldthurn, aber auch Pilger aus Neustadt/WN, Floß, Luhe, die Maria Kulm – Wallfahrer und viele mehr versammelt, um die Strecke auf dem Rosenkranzweg zum Fahrenberg gemeinsam zu gehen. Mit dabei, der Waldthurner Pfarrer Norbert Götz, Pilgerführer Meiler und nicht zuletzt der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer. „Die Kraft des Gebetes ist die stärkste Kraft“, sagte der Bischof kurz vor dem Start. „Beten wir darum, dass sich die Herzen der politischen Entscheider erweichen lassen und die Kriegstreiben sowohl in der Ukraine, als auch in der ganzen Welt beenden“.
In Tirschenreuth war man am Morgen zu Fuß um 07.30 Uhr unter der Leitung von Klaus Müller gestartet, Gruppen aus Bärnau, Hohenthan, Schwarzenbach, Altglashütte und Plößberg hatten sich angeschlossen und zogen nach Süden zum Fahrenberg. Hans Walbrunn war mit vielen Pleysteiner Pilgern von östlicher Richtung so wie die Großfamilie Maurer aus Neuenhammer mit Hans Maurer am Pilgerkreuz von der Privatkirche „Unserer Lieben Frau“ zur 3,50 Meter großen und acht Zentner schweren „Madonna des Friedens“ gekommen. Viele waren aber auch von daheim aus alleine zu Fuß unterwegs und hatten beim ergreifenden Einzug des Bischofs samt Priester, Diakonen, Ministranten, Kreuz- und Fahnen- sowie Bannerträgern in das überfüllte Gotteshaus beim „Salve Regina“ teilweise Tränen der Rührung in den Augen.

Beeindruckende Friedensmesse

Die Gläubigen begleiteten die Pilgermesse gesanglich sehr stimmgewaltig, Organist Tom Zielbauer beeindruckte an der Fahrenbergorgel. Die Trachtenkapelle Waldthurn unter der Leitung von Josef Pflaum sen. schickte ihre musikalischen Bitten des Friedens ins Kirchenareal und nach außen vor die Kirche. Der gastgebende Pfarrer der Pfarrei St. Sebastian Waldthurn, Norbert Götz, begrüßte die Gläubigen und den Pilger Bischof Voderholzer. „Der Friede sei mit euch“, rief Voderholzer lautstark. „Heute hätten wir die Kirche zweieinhalbmal füllen können“, blickte er dank-bar in den Kirchenraum. Die Lesung sprach Martin Zehent aus Pleystein. Voderholzer konnte neben den Mitzelebranten auch einen ukrainischen jungen Mann begrüßen, der aus seiner Heimat vertrieben worden war und die Friedensmesse interessiert verfolgte und mitfeierte.

Erste Wallfahrt 2023

„Heute ist die erste Wallfahrt im Jahr, mir steckt diese auch noch ein bisschen in den Gliedern“, meinte Voderholzer lächelnd und sprach dabei so manchen Pilger aus dem Herzen. Man habe hier auf den Fahrenberg eine große Bitte mitgenommen, die große Sorge um den Frieden in der Welt, insbesondere in der Ukraine. Auch sei dies heute eine Dankwallfahrt, denn es ist die erste Wallfahrt seit drei Jahren ohne irgendeine Beschränkung. „Der Fahrenberg ist für mich ein bewegender Ort wegen der nach Osten schauenden Gottesmutter, die mein Vorvorvorgänger Erzbischof Michael Buchberger 1956 dort hat anbringen lassen, denn sie schaut in die Heimat meiner Mutter, in zirka 35 bis 40 Kilometer Entfernung“.

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Krieg leider nicht Vergangenheit

Seit 1989 hatte man den Eindruck, dass Krieg in Europa für immer der Vergangenheit angehören. Seit Februar 2022 sei uns der Krieg lebhaft nahegekommen. Es gebe wieder Krieg in Europa, wieder Flucht und Vertreibung, Kanonen, Panzer und ein Meer von Tränen, Blut und unzähliges Leiden vor allem für Frauen und Kinder und für die Soldaten.
„Es ist herzzerreißend, wir dürfen uns an die Situation nicht gewöhnen, dass es ganz normal ist, dass man in den Nachrichten darüber berichtet. Deshalb bin ich ihnen sehr dankbar, dass sie dieser ersten Wallfahrt auf den Fahrenberg gefolgt sind und diese unter das große Gebetanliegen um den Frieden gestellt haben“. Die Gottesmutter habe schon oft auf ihre Weise mitgeholfen, dass politische Entwicklungen nochmal ganz anders verlaufen sind. „Wir dürfen das Vertrauen nicht verlieren, auch wenn es manchmal hoffnungslos erscheint – danke für euer Dasein, euer Singen und Beten“.