Vom Messecup beim SV Etzenricht profitierten junge Kicker und Firmen gleichermaßen

Etzenricht. Die Idee eines "Messecups" beim SV traf bei acht Unternehmen und zwölf Fußballteams voll ins Schwarze.

Die Berater und die Spielführer mit den Preisen. Foto: Rudi Walberer
Die Berater und die Spielführer mit den Preisen. Foto: Rudi Walberer
Siegerehrung des B-Juniorenturniers mit dem Team der DJK Neuhaus/SpVgg Windischschenbach. Foto: Rudi Walberer
Siegerehrung des B-Juniorenturniers mit dem Team der DJK Neuhaus/SpVgg Windischschenbach. Foto: Rudi Walberer
Das B-Juniorenturnier entschied die SG Neuhaus/Windischeschenbach gegen die JFG Drei-Schlösser Eck für sich. Foto: Rudi Walberer
Das B-Juniorenturnier entschied die SG Neuhaus/Windischeschenbach gegen die JFG Drei-Schlösser Eck für sich. Foto: Rudi Walberer
Die Beratung für Ausbildungsthemen hatte Platz zwischen den Fußballspielen. Das Foto zeiht den BHS-Stand. Foto: Rudi Walberer
Die Beratung für Ausbildungsthemen hatte Platz zwischen den Fußballspielen. Das Foto zeiht den BHS-Stand. Foto: Rudi Walberer
Auch die Witt-Gruppe hatte einen Infostand aufgebaut. Foto:  Rudi Walberer
Auch die Witt-Gruppe hatte einen Infostand aufgebaut. Foto: Rudi Walberer
Neben Fußball ging es in Etzenricht auch um Ausbildungsplätze. Das Foto zeigt das Constantia-Team bei der Beratung. Foto: Rudi Walberer
Neben Fußball ging es in Etzenricht auch um Ausbildungsplätze. Das Foto zeigt das Constantia-Team bei der Beratung. Foto: Rudi Walberer
Rudi Walberer
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Ein völlig neues Angebotsformat für die Berufswahl mit vielversprechenden Eigenschaften stellte der am Samstag erstmals beim SV Etzenricht ausgetragene „Messecup“ mit dem Titel „Fußball meets Unternehmen“ dar. Von dieser Veranstaltung sollen gezielt Juniorenfußballer, die vor der Berufswahl stehen, sowie als Win-win-Situation auch Ausbildungsbetriebe aus der Region
profitieren. Zwischen den Fußballspielen hatten die jungen Sportler reichlich Zeit, sich über die vielseitigen Ausbildungsangebote und -berufe zu befassen.

Positives Fazit

Das Feedback über dieses Experiment wurde mit Spannung erwartet. Die Initiatoren Florian Waldeck und SV-Vorsitzender Alexander Greitzke zogen ein überaus positives Fazit nach Rücksprache mit den Beteiligten, insbesondere der acht teilnehmenden Ausbildungsbetriebe aus der Region. So begrüßte Anton Grauvogel von der Firma Horsch aus Schwandorf als Kenner des Ausbildungssegments das neue Format. Er war mit einem fünfköpfigen Team angetreten und setzte seine Beratung auf den Schwerpunkt Duales Studium. „Wir sind dort, wo die jungen Leute sind“, sei das Motiv und er bestätigte eine gute Resonanz.

Heimspiel für BHS

Ann-Katrin Weißenburger von der Firma WITRON aus Parkstein bilanzierte: „Die Veranstaltung ist gut gemacht und organisiert, auch die Stimmung war bei den Interessenten sehr gut.“ Anna Bauer von (BHS) aus Weiherhammer bezeichnete die Kombination Sport und Ausbildung als „echt gut“ und nannte den Zuschnitt auf die Altersgruppe 9. und 10. Schulklasse als großen Pluspunkt. Für das Unternehmen BHS Corrugated war der Auftritt zudem ein „Heimspiel“. Ein Vorteil sei, dass die Kontakte ohne Eltern stattfanden. „Die Jugendlichen konnten so völlig selbstständig und unbeeinflusst Informationen einholen. Auch die Präsentation der Veranstaltung ließ keine Wünsche offen“, lobte Bauer das Event und dessen Organisatoren.

„Super organisiert“

Für sechs Aussteller war ein großes Zelt aufgestellt, BHS und Constantia Pirk hatten ihren Infostand direkt am Funktionsgebäude. Katharina Wolf und Anja Hopf von Constantia waren sicher, dass ihr Angebot bei den interessierten Kickern in bester Erinnerung bleibe. Sie lobten die Symbiose Sport und Spiel für die 14- bis 19-jährigen Ausbildungsstellensuchenden. „Jugendarbeit ist wichtig und muss unterstützt werden“, betonte Wolf. Der Sprecher des Bayernwerkteams, Maximilian Nössner, war begeistert von der Regionalität als Aushängeschild „einer super organisierten Aktion“.

Gewinnbringend

Bei einem Dutzend Fußballspielern und ihren Geschwistern sowie mitgereisten Familien hatten die Personal- und Ausbildungsspezialisten von 10 Uhr bis zur Siegerehrung gut zu tun. „Durch dieses coole Format, jenseits der klassischen Wege, waren viele gewinnbringende Gespräche für uns und die jungen Menschen möglich“, bestätigte Tobias Nerl, der einen Geschwindigkeitsmesser mitgebracht hatte, für die Witt-Gruppe Weiden. Für mehr Schnupperlehren und Praktika statt übereiltem Studium plädierte Laura Gurdan vom
Unternehmen OWS und versprach unter dem Slogan „Schiene ist die Zukunft“ Tätigkeiten, die Spaß machten. Als Sprecherin der Firma Höhbauer wies Sonja Bär auf das Sponsoring ihres Arbeitgebers für den Fußballsport in Luhe-Wildenau hin. Sie berichtete von „zahlreichen ernsthaften Kontakten und Anfragen“ und bedankte sich für die „tolle Betreuung“ vor und während des Projekts durch Florian Waldeck.

Nach diesen durchweg positiven Feedbacks dürfte sicher sein, dass es eine Fortsetzung geben wird.

Gastgeber gewinnen

Der Ball rollte natürlich auch beim Messe-Cup auf dem Siegfried-Merkel-Sportplatz. Zwölf Juniorenteams traten in vier Gruppen an und ermittelten die Turniersieger bei den B- und A-Junioren. Bei den älteren Kickern verlor die SG Etzenricht/Weiherhammer/Neunkirchen ihr erstes Match gegen die SG Hahnbach mit 0:1 setzte sich aber dennoch in der Gruppe A mit dem besseren Torverhältnis durch. Die Gruppe B dominierte souverän der FC Weiden Ost. Der FC gewann auch das Halbfinale mit 1:0; mit dem gleichen Ergebnis besiegte das Heimteam den SC
Luhe-Wildenau. Die SG Etzenricht behielt dann auch im Endspiel gegen Weiden Ost mit 1:0 die Oberhand, den dritten Platz belegte die JFG Haidenaab/Vils vor dem SC Luhe-Wildenau, dem SV Altenstadt/WN und der SG Hahnbach.

Elfmeterschießen

Bei den B-Junioren musste das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen. Hier hatte die SG Neuhaus/Windischeschenbach im Finale gegen die JFG Drei-Schlösser Eck die Nase mit 5:4 vorne. Der TSV Pressath landete auf Platz drei vor dem SV Kohlberg, der SpVgg Vohenstrauß und dem SV Hahnbach. Alle Begegnungen verliefen sehr fair und es gab keinerlei ernsthafte
Verletzungen. Wichtig war auch, dass die Spieler aller Teams bequem auf kurzen Wegen ihre Fragen nach der Berufsausbildung kompetent beantwortet bekamen. Die sechs Stunden des Turniers moderierte SV-Fußballabteilungsleiter Manfred Herrmann. Zusammen mit den Initiatoren des Projekts „Unternehmen meets Fußball“, Florian Waldeck, SVE-Jugendleiter Mathias Beutner und SV-Vorsitzendem Alexander Greitzke führte Hermann die Siegerehrung durch. Jede Mannschaft erhielt Sachpreise, Sweatshirts und T-Shirts mit Firmenlogo. Herrmann bedankte sich beim Serviceteam des SV für die Bewirtung der fast 200 Aktiven und zahlreichen Zuschauer.

Beim Messecup dabei waren die Firmen BHS Corrugated und Constantia Pirk mit der Variante „Gold-Partnerschaft“, die Unternehmen Witt, Horsch, OWS und Witron mit Silber sowie das Bayernwerk und Höhbauer mit Bronze.

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