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Weidner Unternehmer dreist beklaut

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Weiden. Stefan Mädl (32) vertreibt seit 2012 seine eigenen Helmkreationen. Jetzt wurde er vom taiwanesischem Produzenten dreist beklaut - denn der verkauft die von Mädl designeten Helme jetzt einfach als seine eigenen.

Stefan Mädl Stefan Mädl steckte viel Zeit und Arbeit in das Design des Modells "Road Pirate". Foto: privat

Harte Arbeit und Herzblut stecken in den selbst kreierten Helmen von Stefan Mädl. Es hat lange gedauert, bis er seine erste Schöpfung fertig war. Zusammen mit der Agentur "Webprojaggt" aus Pressath hat er drei Monate allein am Entwurf für das Design gearbeitet. Da wurde gezeichnet, geschnitten, geklebt, fotografiert, getüftelt - so lange, bis es perfekt war.

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Dann ging die Vorlage an einen Hersteller in Taiwan. Dort sollte das fertige Design auf den Helm kommen. So wurde der "Road Pirate" geboren. Und so wurde der "Road Pirate" auch gleich Opfer einer Produktpiraterie. Denn auch dem taiwanesischen Hersteller hat der Helm scheinbar gut gefallen.

Broken-Head-Road-Pirate-matt-Enduro-3 So sieht der von Stefan Mädl entworfene Helm aus.

In seinem Shop für den asiatischen Raum bot er genau den gleichen Helm an. Einziger Unterschied: einige der roten Teile sind schwarz. Statt "Road Pirate" heißt er dort "Stip Pirate" und Mädels Marke "Broken Head" wurde zu "Broken Skull". "Kaufen kann man den Helm zum Beispiel bei AliExpress, das ist sowas wie Amazon", erzählt der 32-Jährige.

Als er seinen Helm dort entdeckt, wendet Stefan Mädl sich sofort an die Tochtergesellschaft der taiwanesischen Firma. Die hätte sogar eine Lizenz. Dürfte den Helm vertreiben. Allerdings nur einen Container. Das war dem Hersteller aber scheinbar zu wenig. "Als ich dort angerufen habe, tat man natürlich so, als wüsse man von nichts. Dann hab ich mit einer Klage gedroht. Sie haben mir versprochen, den Helm von ihrer Seite zu nehmen und die restlichen Fabrikate verschwinden zu lassen. Ob sie das wirklich machen, ist fraglich."

falsch1 Und so die Fälschung. Einzige Änderung: die roten Partien wurden schwarz.

Bei einer Klage stünden die Chancen zwar gut, dass der Unternehmer Recht bekommt, allerdings wird es schwer werden, das dann in Taiwan durchzusetzen. Das wäre nur mit jeder Menge Kosten verbunden. Und die sind ihm durch den Vorfall ohnehin schon entstanden. "Ich habe eine Menge neuer Entwürfe, die verwirklicht werden könnten. Aber das verschiebt sich jetzt alles. Solange ich nicht weiß, ob die Firma Wort hält, will ich nicht mehr mit ihnen zusammenarbeiten." Also ist Stefan Mädl auf der Suche nach einem neuen Hersteller in der Hoffnung, dass ihm das Gleiche nicht noch einmal passiert.

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