Zusammenarbeit fördern: Landrat besucht Deutsche Botschaft in Prag

Tirschenreuth/Prag. Beim Besuch des Landrats und des KJR-Vorsitzenden ist vor allem die deutsch-tschechische Zusammenarbeit der thematisiert worden.

KJR-Vorsitzender Jürgen Preisinger (links) und Landrat Roland Grillmeier vor der Gedenktafel am Balkon der Botschaft zu diesem historischen Ereignis. Foto: Landratsamt Tirschenreuth

Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Tschechien, Andreas Künne und die Staatsministerin für Europaangelegenheiten und Internationales des Freistaats Bayern, Melanie Huml, luden zu einem Empfang zum Tag der Deutschen Einheit am 27. September 2022 ins Palais Lobkowitz in Prag.

Förderung deutsch-tschechischer Zusammenarbeit

Zu den Gästen gehörten auch der Tirschenreuther Landrat Roland Grillmeier und der Vorsitzende des Kreisjugendrings (KJR) Tirschenreuth, Jürgen Preisinger, der den Bezirksjugendring Oberpfalz vertrat. Beide nutzten die Gelegenheit, um mit Personen und Organisationen ins Gespräch zu kommen, welche die deutsch-tschechische Zusammenarbeit fördern. Als vorbildlich wurde hierbei das erst vor kurzem durchgeführte Jugendprojekt „Skate the border“ des Kreisjugendrings und dem Jugendmedienzentrum T1 gesehen. Es trafen sich deutsche und tschechische Jugendliche zum Skaten in Waldsassen und Franzensbad.

Historischer Hintergrund: Wiedervereinigung

Vor über 30 Jahre herrschte im Palais Lobkowitz der Ausnahmezustand. DDR-Bürger klettern von hinten über den Zaun in den Garten der Botschaft der Bundesrepublik, um dort Zuflucht zu suchen. Im Inneren des ehemaligen Adelssitzes, der seit 1974 die Vertretung der Bundesrepublik beherbergt, drängten sich die Menschen. Draußen hatte das Deutsche Rote Kreuz Zelte aufgebaut, da nasskaltes Wetter vorherrschte. Rund 4.000 Flüchtlinge oder mehr drängten sich Ende des Monats dort. Die beunruhigende Stimmung merkte man den Menschen aus der DDR an. Erst als der damalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher am 30. September 1989 um 18.58 Uhr die berühmten Worte: „Wir sind heute zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise möglich geworden ist“ jubelte die Menge, die seit Wochen auf einen solchen Satz gehofft hatte. Eine Gedenktafel auf dem Balkongeländer erinnert an die bewegenden Worte. Dies gilt als Meilenstein der deutschen Wiedervereinigung.

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