Dank für treuen Dienst am Menschen

Pressath. Für ihren langjährigen Dienst im katholischen Seniorenheim Sankt Josef wurden nun viele Mitarbeiter geehrt.

Für langjährige treue Dienste dankten Heimleiter Christian Fuchs (links), Stadtpfarrer Edmund Prechtl (Vierter von links) und Bürgermeister Bernhard Stangl (Zweiter von rechts) zahlreichen Mitarbeitern des Pressather Seniorenheims. Bild: Bernhard Piegsa
Für langjährige treue Dienste dankten Heimleiter Christian Fuchs (links), Stadtpfarrer Edmund Prechtl (Vierter von links) und Bürgermeister Bernhard Stangl (Zweiter von rechts) zahlreichen Mitarbeitern des Pressather Seniorenheims. Bild: Bernhard Piegsa
Auf gut zwei Jahrzehnte als Heimleiterin blickte Christine Tschauner bei der Mitarbeiterehrung des Pressather Seniorenheims zurück. Links ihr Nachfolger Christian Fuchs. Bild: Bernhard Piegsa
Auf gut zwei Jahrzehnte als Heimleiterin blickte Christine Tschauner bei der Mitarbeiterehrung des Pressather Seniorenheims zurück. Links ihr Nachfolger Christian Fuchs. Bild: Bernhard Piegsa
Für langjährige treue Dienste dankten Heimleiter Christian Fuchs (links), Stadtpfarrer Edmund Prechtl (Vierter von links) und Bürgermeister Bernhard Stangl (Zweiter von rechts) zahlreichen Mitarbeitern des Pressather Seniorenheims. Bild: Bernhard Piegsa
Auf gut zwei Jahrzehnte als Heimleiterin blickte Christine Tschauner bei der Mitarbeiterehrung des Pressather Seniorenheims zurück. Links ihr Nachfolger Christian Fuchs. Bild: Bernhard Piegsa

Zwei Jahre lang musste Christian Fuchs darauf verzichten, seinen langjährigen Mitarbeitern mit mehr als „nur“ einem Händedruck im kleinsten Kreis Dank für einen Dienst auszusprechen, den nach seiner Erfahrung allzu viele als „niedrig“ auffassen, während er als „Dienst am Menschen“ doch zu den höchststehenden Diensten überhaupt zählt.

„Ihr habt diese Arbeit über so viele Jahre zuverlässig und mit Herz getan, auch in einer Zeit, die für uns, unsere Heimbewohner, deren Angehörige und für die ganze Gesellschaft belastend war“, unterstrich der Leiter des Pressather katholischen Seniorenheims Sankt Josef bei der Dankeschön-Feierstunde im Pfarrhausgarten.

Ganzes Arbeitsspektrum durchlaufen

Zu den Ehrengästen des Tages zählte auch Christine Tschauner, die auf 22 Jahre im Haus am Kirchplatz zurückblicken kann. Zum 1. Dezember 2021 übergab sie die Leitung der Einrichtung an Christian Fuchs: „Du hast ja im Laufe von bald 20 Jahren das ganze Arbeitsspektrum vom Zivildienstleistenden über den Altenpfleger, Pflegedienstleiter und stellvertretenden Heimleiter bis zur jetzigen Position durchlaufen.“

Ihr eigener beruflicher Werdegang, so Tschauner, habe 1975 mit der Ausbildung zur Krankenschwester bei den „Niederbronner Schwestern“ im Nürnberger Theresienkrankenhaus begonnen, von 1978 bis 1991 sei sie am Eschenbacher Krankenhaus und anschließend bis 1997 im Seniorenheim Hammergmünd tätig gewesen, um sich danach zur „Lehrerin für Pflegeberufe“ und für das „Management auf Leitungsebene“ zu qualifizieren.

Wechsel Dank Stadtpfarrer

Den Wechsel nach Pressath verdanke sie einer Anfrage von Stadtpfarrer Ludwig Bock, erinnerte sich Tschauner. Hier habe sie 1999 die Pflegedienstleitung übernommen und sich ein Jahr später auf sanftes Drängen von Pfarrer Bock um den Posten der Heimleitung als Nachfolgerin von Maria Ermer beworben.

„Trocken, sauber, satt – zu mehr ist kaum noch Zeit“

„Ich habe das Heim immer so zu führen versucht, dass ich selbst darin hätte wohnen wollen“, zog Christine Tschauner das Fazit ihrer Amtszeit. Ein vorgegebenes neues „Pflegeleitbild“ lege leider immer mehr Gewicht auf eine rationalisierte, wirtschaftlich orientierte Arbeitsweise:

„Trocken, sauber, satt – zu mehr ist kaum noch Zeit.“ Den Pflegedienstleistenden wünschte sie eine baldige Änderung der Arbeitsbedingungen dahingehend, dass „die Freude am Pflegeberuf wieder gelebt werden kann und der Alltag nicht von Hetze und Zeitmangel bestimmt wird“.

Besonderes Lob für ehrenamtliche Helfer

Ein besonderes Lob hatte Tschauner für die ehrenamtlichen Helfer: „Ihr habt dem Haus eine Seele gegeben.“ Für die Belange des Heims habe sich auch die Stadt immer eingesetzt. Ein Grund, „demütig zu werden“, seien die „Jahrhunderte an Dienstjahren, die heute zusammenkommen“, meinte Stadtpfarrer Edmund Prechtl.

Dies gelte umso mehr, wenn man sich bewusst werde, dass alle Geehrten bestrebt waren, „die ihnen anvertrauten Menschen zu begleiten und dafür zu sorgen, dass sie sich wohlfühlen“.

„Pflegesatzsystem“ setzt traurigen Kontrast

Einen traurigen Kontrast hierzu setze ein „Pflegesatzsystem“, das für manche Betreuungsverrichtungen kleinlich kalkulierte Centbeträge vorgebe: „Wenn man dann sieht, dass etwa für einen Fußballspieler leichthin Millionenbeträge lockergemacht werden, fragt man sich, ob in der Welt nicht einige Wertmaßstäbe arg aus der Balance geraten sind.“

Im Namen der Stadt zollte auch Bürgermeister Bernhard Stangl dem Altenheim, das „eine Werbung und ein Aushängeschild für Pressath“ sei, Dank und Anerkennung. Gemeinsam wolle man sich weiterhin dem Dienst am Menschen widmen – „ihr im sozialen und wir im politischen Dienst“.

Die geehrten Altenheimmitarbeiter

Für ihren langjährigen Dienst im katholischen Seniorenheim Sankt Josef wurden geehrt:

  • 10 bis 17 Jahre: Sandra Zeitler (10), Patrick Lang, Sabine Mirwald, Olga Neff (je 11), Annemarie Kneidl, Sabrina Burkhars (je 12), Tatjana Maier (17)
  • 20 bis 27 Jahre: Simone Walberer (20), Max Schwärzer (21), Silvia Wiesner (22), Silke Weber, Waltraud Egerer (je 25), Evi Muhr, Maria Braun, Zeliha Tuna (je 26), Rosi Ackermann, Carola Beaudet, Rita Ficker (je 27)
  • 30 bis 32 Jahre: Anna Martin (30), Anja Langer, Angelika Walberer (je 31), Edeltraud Rupprecht, Elfriede Schinner, Angelika Bösl (je 32)
  • 2018 verabschiedet: Marianne Nytz (16 Dienstjahre)
  • 2019 verabschiedet: Brigitte Schupfner (14 Dienstjahre), Anni Schuller (21 Dienstjahre), Sieglinde Mückl (26 Dienstjahre)
  • 2021 verabschiedet: Christine Tschauner (22 Dienstjahre), Johanna Wagner (22 Dienstjahre), Linda Ehrlich (26 Dienstjahre), Helene Klostermann (29 Dienstjahre), Veronika Reis (33 Dienstjahre)
  • 2022 verabschiedet: Marianne Pschorn (25 Dienstjahre), Anita Treffert (43 Dienstjahre)
  • Geehrt wurden außerdem die Ehrenamtlichen: Franz Burkhard, Betty Häupl, Günther Hösl, Herbert Mückl, Therese Robl, Günther Urban, Ilse Wiesener.

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