Großes Kletterzentrum in Tirschenreuth entsteht

Tirschenreuth. Klettern an einer 15 Meter hohen Außenwand, an vielen Routen im Innenraum, Bouldern: Das ist geplant im neuen Kletterzentrum. Ein bisschen müssen sich die Kletterliebhaber noch gedulden.

So sieht das neue Kletterzentrum aus, von innen. Grafik: Brückner & Brückner Architekten
So sieht das neue Kletterzentrum aus, von innen. Grafik: Brückner & Brückner Architekten
Und von außen. Grafik: Brückner & Brückner Architekten
Und von außen. Grafik: Brückner & Brückner Architekten
Grafik: Brückner & Brückner Architekten
Grafik: Brückner & Brückner Architekten

In den kommenden Monaten entsteht in Tirschenreuth im alten Sudhaus der ehemaligen Brauerei Schels ein großes Sporterlebnisareal mit In- und Outdoor-Kletterbereich. Das Gebäude wird 14 Meter hoch. Die Fertigstellung ist für Ende 2024 geplant.

Im ersten Schritt werden das Sudhaus entkernt und die beiden benachbarten Häuser abgerissen. Dann wird im Sudhaus eine Indoor-Kletterfläche von 500 Quadratmetern mit 23 Kletterrouten gebaut, an der Rückfront entsteht eine 15 Meter hohe Outdoor-Kletterfläche. Daneben kommt ein extra Gebäude mit großen Boulderbereich und Sozialräumen.

DAV Sektion Karlsbad künftiger Betreiber

„Ein Kletterzentrum in einer ehemaligen Brauerei ist einmalig in der Region. Ebenso wie die Zusammenarbeit mit der in Tirschenreuth beheimateten Sektion Karlsbad des Deutschen Alpenvereins, die künftig das Kletterzentrum betreiben wird und sich auch mit rund 200.000 EUR an der Innenausstattung beteiligt“, informierte Bürgermeister Franz Stahl.

Bürgermeister Franz Stahl (hinten, 8. von rechts), Architekt Peter Brückner (hinten, rechts), der Vorsitzende der Sektion Karlsbad im DAV Gottfried Haas (hinten, 8. von links) und viele weitere Gäste beim „Startschuss“ für den Bau des neuen Kletterzentrums im alten Schels-Sudhaus. Foto: Stadt Tirschenreuth

Abzüglich dieser Summe investiere die Stadt als Eigentümerin des Gebäudes noch etwa 4,3 Millionen Euro in Entkernungs- und Abrissarbeiten sowie in die eigentliche Umbaumaßnahme. Für diese Summe sei eine Förderung in Höhe von 80 Prozent der förderfähigen Kosten aus dem Programm Stadtumbau West beantragt.

Macht Innenstadt attraktiver

„Damit wird die Innenstadt im Ganzen noch attraktiver, und entwickelt sich der gesamte Bereich im Einzelnen mit dem Platz am See, dem Fischhofpark, dem Völkl-Stadl, dem Museum sowie dem Luitpold-Theater zu einem ganz neuen und anziehenden Innenstadt-Quartier“, freute sich Stahl.

Im Zuge der Baumaßnahmen kommt es bis voraussichtlich Ende 2024 in der Regensburger Straße zu einer halbseitigen Sperrung – und gilt dort wie auch in der Hochwartstraße eine Einbahnstraßenregelung. Auch erfolgt eine zeitweise Vollsperrung der Regensburger Straße.

Beteiligte Firmen

Folgende Unternehmen sind am Bau des Kletterzentrums beteiligt:

  • Architekt: Brückner & Brückner Architekten, Tirschenreuth
  • Tragwerkplanung: Lehner + Baumgärtner Ingenieurgesellschaft, Tirschenreuth
  • Prüfsachverständiger für Standsicherheit: Prof. Dr.-Ing. Robert Härtle, Gräfeling
  • Planung Heizung/Lüftung/Sanitär: Grünwald und Ach, Weiden
  • Elektroplanung: Ingenieurbüro Zeitler, Niedermurach
  • Brandschutzplanung: Dorn Architekten.Ingenieure, München
  • Gebäuderückbauplanung: rupp.bodenschutz GmbH, Neustadt am Kulm
  • Baugrundgutachten: IMH GmbH, Hengersberg
  • Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination: Planung HT, Windischeschenbach
  • Bauphysik: Wolfgang Sorge Ingenieurbüro für Bauphysik, Nürnberg
  • Archäologische Baubegleitung: In Terra Veritas, Bamberg
  • Abbrucharbeiten: Erd- und Tiefbau GmbH Ebersbach, Oelsnitz Halbseitige Sperrung der Regensburger Straße

Deine Meinung? Hier kommentieren!

* Diese Felder sind erforderlich.