„Mint Sprint“ bringt Lernroboter für 30.000 Euro in die Nordoberpfalz

Grafenwöhr. In den Mittelschulen der Nordoberpfalz sind nun Dutzende Lernroboter unterwegs. Finanziert haben sie 20 Unternehmen aus der Region mit insgesamt 30.000 Euro. Die Aktion "Mint Sprint" der Wirtschaftsjunioren Nordoberpfalz endet mit einer Spende der Ziegler Group an der Mittelschule Grafenwöhr. Dort sind die Miniroboter bereits voll in Aktion.

Bewundern mit den Kindern zusammen die neuen Lernroboter (von links): Catrin Miragall (Wirtschaftsjunioren Bayern), Philipp Rank (Kreissprecher Wirtschaftsjunioren Nordoberpfalz), Lehrerin Susanne Greim, Barbara Mädl (Wirtschaftsförderung Kreis Neustadt), Grafenwöhrs Bürgermeister Edgar Knobloch, Héloise Radtke (Personalabteilung Ziegler Group), Schulamtsdirektorin Elisabeth Junkawitsch, Schulleiterin Anja Bräu und Melanie Hottner (Personalabteilung Ziegler Group).

Dass die programmierbaren Lernroboter gut ankommen, zeigen die Kids der Mittelschule Grafenwöhr, die die neuen Geräte vorführen. Mit einem Tablet steuern sie die kleinen Roboter und lassen sie in der Aula herum sausen. Während die jüngeren Jahrgänge lernen, die Roboter zu steuern, kümmern sich die größeren auch um die Programmierung.

Pro Unternehmen 1.500 Euro

Gespendet hat die Mini-Roboter die Ziegler Group mit 1.500 Euro. 20 große und kleinere Unternehmen haben sich in den Landkreisen Neustadt und Tirschenreuth sowie in der Stadt Weiden an der Aktion „Mint Sprint“ beteiligt, und an verschiedene Mittelschulen denselben Betrag gespendet. Mit dieser Aktion fördern Lernroboter im Wert von insgesamt 30.000 Euro in der Nordoberpfalz die sogenannten MINT-Kompetenzen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik).

Alle Spendenaktionen des „Mint Sprint“

Diese 20 Unternehmen spendeten jeweils 1.500 Euro an folgende Mittelschulen aus der gesamten Nordoberpfalz:

  • I-S-M Industrie- und Stahlmontagen GmbH: Mittelschule Pressath
  • Volante Verkleidungssysteme GmbH: Mittelschule Windischeschenbach
  • Franz Kassecker GmbH: Mittelschule Waldsassen
  • Liebensteiner Kartonagenwerk GmbH : Mittelschule Tirschenreuth
  • IGZ Ingenieurgesellschaft für logistische Informationssysteme mbH: Mittelschule Wiesau
  • Panzer Shopconcept GmbH & Co. KG: Mittelschule Erbendorf
  • Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG:: Mittelschule Neustadt/WN
  • Schott AG: Mittelschule Mitterteich
  • Lukas Anlagenbau GmbH: Mittelschule Vohenstrauß
  • Constantia Hueck Folien GmbH: Mittelschule Pirk
  • speed4trade GmbH: Mittelschule Altenstadt/WN
  • isa industrieelektronik GmbH: Mittelschule Weiherhammer
  • Rewe Susann Daubitz oHG: Mittelschule Kemnath
  • Voit Stefan GmbH: Mittelschule Pleystein
  • Haider Bioswing GmbH: Mittelschule Ebnath-Neusorg
  • Kerafol GmbH: Mittelschule Eschenbach
  • Ziegler Group: Mittelschule Grafenwöhr
  • Wirtschaftsjunioren Nordoberpfalz: Mittelschule Kirchenthumbach
  • Initiative pro Ausbildung: Max-Reger-Schule Weiden
  • RR Mietpark GmbH Weiden: Pestalozzi-Schule Weiden

Die Schule werde die Roboter im Informatikunterricht, aber auch zwischendurch, bei Vertretungsstunden einsetzen, erklärt Grafenwöhrs Schulleiterin Anja Bräu. Um das Geld für die Lernroboter zu bekommen, musste die Schule nicht viel machen. Die Suche nach regionalen Unternehmen, die das Geld spenden, übernahmen die Wirtschaftsjunioren Nordoberpfalz, ein Netzwerk aus jungen Unternehmern.

Gut verhandelt

Neun Lernroboter hatte die Grafenwöhrer Schule von dem Geld erworben, so Schulleiterin Anja Bräu. Dass es so viele wurden, verdanke die Schule dem Verhandlungsgeschick von Lehrerin Susanne Greim.

Die Wirtschaftsjunioren Nordoberpfalz mit Geschäftsführer Florian Rieder (links) haben die Kontakte zwischen den Schulen und Unternehmen hergestellt. Bild: Beate Luber

Florian Rieder, Geschäftsführer der Wirtschaftsjunioren Nordoberpfalz, erklärte, dass Mittelschulen der „absolute Player“ für die Ausbildung von Fachkräften seien. Regionale Unternehmer wollen mehr Kontakt zu den Schulen haben, das sei gelungen.

Keine Jobprobleme für Nachwuchshandwerker

„Azubis zu generieren ist für uns zukunftsentscheidend“, bestätigte René Oertel, Marketing-Leiter bei der Ziegler-Group. Er plädierte dafür, Kinder bei ihren Berufswünschen zu fördern. „Jedes Kind will Handwerker werden, bis die Eltern es ihnen ausreden.“ Doch gerade in diesem Bereich liege die Zukunft: „Leute, die ein Handwerk oder einen technischen Beruf erlernen, haben in 30, 40 Jahren keine Probleme, einen Job zu finden.“

Schulamtdirektorin Elisabeth Junkawitsch freute sich, dass auch Mädchen von den Lernrobotern begeistert sind. Doch allein die Geräte reichten nicht, es brauche engagierte Pädagogen wie Lehrerin Greim, damit die Kids die MINT-Kompetenzen auch erlernen.

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