Neues Kapitel für die Feuerwehr: Gerätehaus-Bau voll im Gange

Oberwildenau. Die Feuerwehr bekommt ein neues und modernes Gerätehaus. Für die Sicherheit der Bevölkerung wird eine Summe von rund 2,2 Millionen Euro aufgewendet.

Bürgermeister Sebastian Hartl bei seiner Ansprache. Bild: Walter Beyerlein

Der Markt Luhe-Wildenau errichtet in Oberwildenau neben dem Naabtalhaus ein neues Feuerwehrgerätehaus. „Die Investition von 2,2 Millionen Euro ist ein weiterer Garant für die Sicherheit der Bevölkerung und somit von und für uns alle“, sagte Bürgermeister Sebastian Hartl beim offiziellen Spatenstich am Freitagabend.

Gute und durchdachte Planung

Ausdrücklich hob das Marktoberhaupt im Beisein zahlreicher Ehrengäste und auch von Bürgerinnen und Bürger das Feuerwehrwesen als Pflichtaufgabe jeder Kommune hervor. Für den Markt Luhe-Wildenau ergebe sich damit die Aufgabe, den ehrenamtlichen Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden das nötige Rüstzeug zu geben

. Dies geschehe beim Kauf einer neuen Tragkraftspritze, beim Kauf eines neuen Löschgruppenfahrzeuges oder mit dem Bau des modernen Gerätehauses. Der besondere Dank Hartls galt Architekt Josef Schöberl für dessen einwandfreie und durchdachte Planung, in die er erfreulicherweise auch immer die Feuerwehr Oberwildenau mit einbezogen hatte. Josef Schöberl konnte am Spatenstich, auf den er sich lange gefreut hatte, wegen Corona nicht teilnehmen.

Zuschüsse vom Freistaat und dem Bund

Die Gesamtkosten des Feuerwehrhauses belaufen sich auf 2,2 Millionen Euro. Der Freistaat Bayern gewährt einen Zuschuss von 450.000 Euro, die Bundesrepublik Deutschland bringt sich mit einem Zuschuss von 100.000 Euro ein. Die absolute Besonderheit der „Mitfinanzierung“ liegt aber bei der Feuerwehr Oberwildenau: Der Feuerwehrverein bringt 100.000 Euro freiwilligen Zuschuss ein.

Stellvertretender Landrat Albert Nickl meinte in seinem Grußwort angesichts der großen Baustelle im Hintergrund, dass der Spatenstich „fast schon vorbei sei“. „Derartige Planungen brauchen eine lange Vorlaufzeit und wir hoffen, dass uns das nächste Jahr einen guten Schritt vorwärtsbringt“, meinte Albert Nickl.

„Die Gefahren lauern überall“

Der stellvertretende Landrat bestätigte die Aussage von Bürgermeister Hartl, dass die Investitionen der Sicherheit der gesamten Bevölkerung des Marktes Luhe-Wildenau auch darüber hinaus, beispielsweise bei Einsätzen auf der Bundesautobahn, dienen. „Die Gefahren lauern überall, jeden kann es zu jeder Stunde und bei jeder Gelegenheit treffen, wo dann Hilfe notwendig wird“.

Vor der freiwilligen Leistung des Feuerwehrvereins Oberwildenau müsse „der Hut gezogen werden“, betonte Albert Nickl angesichts der Spende von 100.000 Euro. Dieses neue Feuerwehrhaus solle Animation für die Wehr sein, weiterhin gut und erfolgreich für die Heimat Einsatz zu leisten“, schloss Albert Nickl seine Ansprache.

Spatenstich mit Umtrunk

Pfarrer Arnold Pirner wünschte der Baumaßnahme, auch der Oberwildenauer Wehr, Gottes Segen und einen unfallfreien Verlauf. Mit dem neuen Feuerwehrhaus sei es möglich, den immer weiter wachsenden Ansprüchen gerecht zu werden. Kreisbrandinspektor Martin List bestätigte die Notwendigkeit des neuen Feuerwehrhauses, weil im bisherigen Gebäude in keiner Weise Unfallverhütungsvorschriften eingehalten werden können. Kommandant Johannes Kres nannte den Spatenstich den Beginn eines neuen Kapitels für die Feuerwehr Oberwildenau.

Die Freude über das neue Gebäude sei bei alten und jungen Wehrmitgliedern gleichermaßen groß. Vorsitzenden Josef Kres blieb nur übrig alle Gäste zur anschließenden Brotzeit und zum Umtrunk einzuladen. Die Blaskapelle Oberwildenau unter Leitung von Bernhard Meiler umrahmte den Spatenstich musikalisch.

Informationen zum Gerätehaus

  • Hallengröße 30 x 12 Meter
  • 6 Stellplätze
  • Auf einer weiteren Fläche von 462 Quadratmeter sind Umkleiden Herren und Damen (getrennt) mit den jeweiligen Waschräume, ein Jugendraum, das Floriansstüberl, der Schulungsraum (rund 100 Quadratmeter) untergebracht
  • Kleiderkammer
  • Kommandantenbüro dient gleichzeitig als Leitstelle
  • Toilettenanlagen
  • Weitere Nebenräume sind an die Fahrzeughalle angedockt: Schlauchlager, Werkstatt und Lagerräum mit insgesamt 112 Quadratmetern
  • Gesamtaußenmaße: Länge 40 Meter, Breite 33 Meter
  • Die Alarmausfahrt erfolgt über die Kreisstraße NEW 21

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