Schoolguards sind am Zug

Weiden. In der letzten Sommerferienwoche durchliefen die Schüler eine mehrtägige Ausbildung zu "Schoolguards".

Die Schoolguards sind am Zug. Foto: Bundespolizei
Die Schoolguards sind am Zug. Foto: Bundespolizei
Zum Abschluss der Ausbildung gab es noch ein Gruppenfoto der Schoolguards. Foto: Bundespolizei
Zum Abschluss der Ausbildung gab es noch ein Gruppenfoto der Schoolguards. Foto: Bundespolizei
Die Schoolguards erkunden die Drehleiter der Feuerwehr Weiden. Foto: Bundespolizei
Die Schoolguards erkunden die Drehleiter der Feuerwehr Weiden. Foto: Bundespolizei
Die Schüler erhalten eine Einweisung im Zug mit dem Ausbildungslokführer der Agilis. Foto: Bundespolizei
Die Schüler erhalten eine Einweisung im Zug mit dem Ausbildungslokführer der Agilis. Foto: Bundespolizei
Gerd Schönfelder erzählt von seinem Unfall am Gleis II. Foto: Bundespolizei
Gerd Schönfelder erzählt von seinem Unfall am Gleis II. Foto: Bundespolizei
Foto: Bundespolizei
Foto: Bundespolizei
Die Schoolguards sind am Zug. Foto: Bundespolizei
Zum Abschluss der Ausbildung gab es noch ein Gruppenfoto der Schoolguards. Foto: Bundespolizei
Die Schoolguards erkunden die Drehleiter der Feuerwehr Weiden. Foto: Bundespolizei
Die Schüler erhalten eine Einweisung im Zug mit dem Ausbildungslokführer der Agilis. Foto: Bundespolizei
Gerd Schönfelder erzählt von seinem Unfall am Gleis II. Foto: Bundespolizei
Foto: Bundespolizei

26 vorbildliche Schülerinnen und Schüler drückten während der letzten Sommerferienwoche die Schulbank bei der Polizei, Bundespolizei, Feuerwehr und dem BRK in Weiden. Sie durchliefen an vier Tagen eine ereignisreiche Ausbildung zu Schulwegbegleitern, den sogenannten „Schoolguards“.

Highlight war der Besuch von Gerd Schönfelder, dem erfolgsreichsten deutschen Paralympics-Athleten. Die Erfolgsgeschichte des Präventionsprogramms geht damit in die 16. Runde.

Konfliktsituationen rechtzeitig erkennen

Unter der Leitung des Kontaktbeamten der Weidener Polizei, Polizeioberkommissar Manuel Ott und assistiert von Beate Meyer vom Präventionsteam der Weidener Bundespolizei absolvierten die Jugendlichen abwechslungsreiche Stationen bei Blaulichtorganisationen.

Von Ott erfuhren sie, wie man Konfliktsituationen rechtzeitig erkennt und schnell reagiert, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Die Jugendlichen kommen vom Elly-Heuß-Gymnasium, der Sophie-Scholl-Realschule, der Hans-Scholl-Realschule und der Max-Reger-Schule, die freundlicherweise die Räumlichkeiten zur Verfügung stellte.

Erste Hilfe und Brandbekämpfung

Am Folgetag lernten die künftigen „Guards“ bei Noah Lugert vom Bayerischen Roten Kreuz die Grundlagen der Ersten Hilfe bei Notfällen. So legte man sich gegenseitig Kopf- und Fingerkuppen-Verbände an, übte die Form der stabilen Seitenlage und erfuhr Wissenswertes über den lebensrettenden Defibrillator.

Am Tag darauf ging es bei der Weidener Feuerwehr hoch hinaus. Krönung der Einweisung von Klaus Heimann und Felix Lauterbach in die Abläufe der Floriansjünger und deren technische Ausstattung war eine Fahrt im Korb des neuen Drehleiter-Fahrzeugs. Schließlich übten die „Amateur-Fire-Fighter“ noch, wie man einen Brand mit dem Feuerlöscher bekämpft.

Einblick in den Weidener Bahnhof

Am vierten Tag erhielten die Schulwegbegleiter einen Einblick in den Weidener Bahnhof und den Zugverkehr. Beate Meyer von der Bundespolizei zeigte die Gefahren auf, die am Bahnsteig auf den Reisenden lauern und warnte: „Immer hinter der weißen Linie zurückbleiben, bis der eingefahrene Zug zum Stillstand gekommen ist.“

Die Verkehrsgesellschaft Agilis hatte eigens eine Zuggarnitur bereitgestellt. Ausbildungs-Lokführer Bernd Wolfrum erklärte die Notruf- und Kommunikationseinrichtungen sowie den Fahrkartenautomaten im Einstiegsbereich.

Echter Notruf

Ihr Wissen vom Erste-Hilfe-Training konnten die Schülerinnen und Schüler dann bei einem eingespielten Situationstraining unter Beweis stellen. Ein Mann, dargestellt von einem Bundespolizisten in Zivil, brach zusammen. Nun galt es rasch zu reagieren.

Erste Hilfe musste geleistet werden, die Schüler hatten einen echten Notruf abzusetzen und schließlich die Rettungssanitäter Lisa Wolfrum und Sebastian Seibert ins Geschehen einzuweisen.

Besuch vom vierzehnfachen Weltmeister

Höhepunkt war der Besuch von Gerd Schönfelder. Der Skirennfahrer hat 16 Goldmedaillen bei den Paralympics errungen und ist vierzehnfacher Weltmeister. Er unterstrich eindringlich die Warnungen der Bundespolizei durch die anschauliche Schilderung seines Unfalls im Jahr 1989.

Schönfelder verlor damals am Bahnhof Hersbruck seinen rechten Arm und vier Finger seiner linken Hand. Beim Versuch, in den anfahrenden Zug zu springen, war der heute 52-jährige Kulmainer mitgerissen und in die Lücke zwischen Zug und Bahnsteig gezogen worden.

Seit 2006 durchliefen bisher 524 Schülerinnen und Schüler die Ausbildung zum „Schoolguard“ und lieferten damit ihren Beitrag für die Sicherheit in der Schulstadt Weiden.

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