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RE-Solar – 41.440
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Kreisliga Nord: Bei allen Spielen gab es knappe Ergebnisse

Weiden. Ob im Derby am Freitag, im Spitzenspiel am Samstag oder beim Kirwaspiel am Sonntag, überall in der Kreisliga ging es eng zu.

Kreisliga Nord: Bei allen Spielen gab es knappe Ergebnisse

Das 3:2 für Tremmersdorf durch Simon Seitz (blau, 5). Foto: Jürgen Masching

Kreisliga Nord: 7. Spieltag

Freitag, 04.09.2026

SV Kulmain – TSV Pleystein 2:2 (2:1)

Am Freitagabend gab es zwischen dem SV Kulmain und dem TSV Pleystein am Ende keinen Sieger. Der Auftakt hätte dabei kaum besser laufen können. Bereits in der ersten Spielminute setzte der SVK den Gegner im Mittelfeld konsequent unter Druck, eroberte den Ball und schaltete schnell um. Nicolas Pusiak fasste sich ein Herz und vollendete mit einem sehenswerten Traumtor zur frühen 1:0-Führung. Pleystein zeigte sich wenig beeindruckt und suchte mit langen Bällen den direkten Weg nach vorne. In der 28. Minute schlug Kulmain dennoch erneut zu: Nach einer schönen Aktion war es wiederum Nicolas Pusiak, der zum 2:0 vollendete. Die Antwort der Gäste folgte im Gegenzug, als Moritz Hartwig mit einem strammen Schuss zum 2:1-Anschlusstreffer traf.

In der 84. Minute konnte Kulmain eine Ecke nicht klären. Das Durcheinander nutzte Patrick Klotz, der aus dem Gewühl heraus zum 2:2-Endstand einschob. der sportliche Leiter des TSV Pleystein Daniel Vater bilanzierte das Spiel wie folgt: „Hat für uns denkbar unglücklich begonnen, indem wir nach einer Minute durch den Distanzschuss das 0:1 bekommen. Danach hat die Mannschaft das Spiel offen gestaltet, kriegen dann nach knapp 25 Minuten durch den Konter das 0:2, haben uns davon aber gut erholt. Die Chance, dass wir das gewinnen konnten, war definitiv da, aber ich glaube im Großen und Ganzen geht das unentschieden in Ordnung. Großes Lob aber an die Mannschaft, sie hat sich nach dem 0:6 in der Vorwoche sehr, sehr gut erholt gezeigt.“

SpVgg Trabitz – SC Eschenbach 3:1 (2:1)

Im Derby vor über 200 Zuschauern gab es am Ende das erwartete Ergebnis. Der ambitionierte Gastgeber ging durch einen verwandelten Strafstoß von Miroslav Spirek in Führung, die Timo Göllner kurz darauf mit dem 2:0 krönte. Eschenbach hielt dagegen und Spielertrainer Benjamin Scheidler verkürzte mit einem Kopfballtreffer auf 1:2. Nach dem Seitenwechsel versuchte der Nachbar aus Eschenbach den Ausgleich zu erzielen, wurde dann aber zu ungefährlich und so konnten die Gastgeber noch den 3:1-Endstand durch Andre Bertelshofer in der Nachspielzeit erzielen.

Trabitz-Trainer Daniel Liermann meinte nach der Begegnung: „Wir waren in der ersten halben Stunde sehr gut im Spiel. Auch gezeigt, was an Leistungsfähigkeit in unserer Mannschaft steckt. Es waren einfach zu viele Einzelaktionen im Spiel, wir haben uns durch die vielen neuen Gesichter noch nicht so gefunden, da fehlt natürlich noch die Abstimmung.“ Gästecoach Benjamin Scheidler zeigte sich kämpferisch: „Natürlich bin ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Bei zwei Gegentoren muss ich mir auch selbst an die Nase fassen. Trotzdem wäre es falsch, jetzt alles schlechtzureden. Wir haben gegen eine Mannschaft gespielt, die für mich zu den Teams gehört, die am Ende um den Aufstieg spielen werden. Was mir besonders gefallen hat, war die Leidenschaft meiner Mannschaft. Die Jungs haben bis zum Schluss alles investiert und sich nie aufgegeben.“

Samstag, 05.09.2026

SV TuS/DJK Grafenwöhr – TSV Erbendorf 3:2 (1:1)

Im Spitzenspiel vor über 200 Zuschauern ging es am Ende knapp zu. Zunächst gingen die Gäste durch Bastian Wiesent in Führung, die Marcello Siemski noch vor der Pause egalisierte. Nach dem Seitenwechsel brachten Xavier Siemski und wieder Marcello Siemski die Hausherren auf 3:1, ehe es Michael Martetschläger mit dem zweiten Tor für Erbendorf noch einmal spannend machte. Grafenwöhrs Trainer Turan Bafra dazu: „Das erwartet schwere Topspiel gegen Erdendorf. Wir haben am Ende des Tages, glaube ich, schon verdient gewonnen, obwohl wir uns die letzten zehn Minuten schon reindrängen lassen haben. Wir haben das 2:1 und das 3:1 gemacht und für mich unerklärlich, warum wir dann nach dem 3:1 das Spielen aufgehört haben. Wir sind momentan auf der Sonnenseite, wir nehmen es mit. Wir haben das Spiel gewonnen, wir haben sieben Siege, wir sind Spitzenreiter.“

Erbendorfs Trainer Roland Lang war hingegen sehr angefressen nach der Niederlage: „Eine gutes Spiel zweier Mannschaften, von denen keine eine Niederlage verdient hat! Leider steht an der Außenlinie wieder ein Assistent, der sich nicht bewegen kann und zwei Abseitspositionen vor den Gegentoren nicht sieht! Nach der Halbzeit war das Spiel ausgeglichener, leider fallen dann zwei unkorrekte Tore. Nach der falschen Abseitsentscheidung in Trabitz gegen uns, wurden wir heute wieder benachteiligt! Das ist ärgerlich aber leider nicht zu ändern.“

Grammer Solar
Grammer Solar
Sonntag, 06.09.2026

FC Vorbach – TSV Eslarn 3:5 (1:2)

Ein packendes Kirwaspiel in Vorbach bot den Zuschauern insgesamt acht Tore. Zunächst ging Vorbach durch Elias Kaufmann in Führung, dann kam der Auftritt von Eslarns Goalgetter Sebastian Striegl, der vor der Halbzeit zwei und nach dem Seitenwechsel noch ein Tor zum 1:3 erzielen konnte. Vorbach kämpfte sich stark zurück und konnte durch Felix Kaufmann und Eric Fastenmeier ausgleichen. Doch Johannes Beigler machte der Aufholjagd ein jähes Ende, und Sebastian Striegl krönte seinen Sahnetag schließlich mit seinem vierten Treffer zum 3:5.

Vorbachs Trainer Manuel Lautner war zwar enttäuscht, fand aber lobende Worte: „Wir haben uns sehr gut herangekämpft, das Momentum war auf unserer Seite und machen dann einen blöden Fehler, der zum 3:4 führte. Kämpferisch eine sehr gute Leistung und das müssen wir beim nächsten Spiel auch wieder zeigen.“ Peter Rackl, Spielertrainer des TSV Eslarn, war enorm stolz auf die Leistung seiner Truppe und fasste die umkämpfte Auswärtspartie zusammen: „Ein unglaublicher Kraftakt meiner Mannschaft. Trotz 200 Fans die lautstark gegen uns waren, der Kirwafeierei, der harten Spielweise der Gastgeber, 0:1 Rückstand und unserer langen Anfahrt haben wir uns nie aus der Ruhe bringen lassen. Der Sieg hat unsere Negativserie beendet und uns richtig gut getan. Der Sieg war für uns absolut verdient!“

FC Weiden-Ost – ASV Haidenaab 3:2 (2:1)

Der FC Weiden-Ost bleibt auch im siebten Saisonspiel ungeschlagen. Zunächst traf Tom Droste für Weiden doppelt, ehe Christian Scherm in der Nachspielzeit per umstrittenem Handelfmeter den Anschluss schaffte. Nach dem Seitenwechsel war es Nico Herber, der auf 3:1 stellen konnte. Der zweite Treffer für Haidenaab durch Tobias Eigler kam zu spät. Weidens Trainer Tim Schlesinger zeigte sich zufrieden: „Kurz vor der Pause belohnten wir unseren fußballerisch hohen Aufwand mit zwei erzwungenen Treffern. Bitter war der Anschlusstreffer unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff. Im zweiten Durchgang spielten wir nahezu durchgehend auf ein Tor und erhöhten verdient auf 3:1. Leider verpassten wir es, frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Am Ende zählt der verdiente 3:2-Heimerfolg. Ich bin richtig stolz auf die Jungs!“

ASV-Trainer Michael Kaufmann haderte mit den Umständen: „Heute mit sehr, sehr schwierigen Voraussetzungen ein Spiel gestartet. Extrem viele Ausfälle, wieder viele Umstellungen in der Startelf. Und dann haben wir natürlich vor der Halbzeit einen unglücklichen Elfmeter, wo der Ball vom Fuß des Spielers an die Hand springt. In meinen Augen kann er da nichts machen. Fakt ist, das war natürlich extrem bitter. Trotzdem muss ich der Mannschaft hoch anrechnen, dass sie bis zum Schluss alles probiert haben. Wirklich zu keiner Zeit sich aufgegeben haben oder hängen haben lassen. Am Ende, glaube ich, steht ein gerechter Sieg für Weiden.“

FC Tremmersdorf-Speinshart – TSV Reuth 4:2 (1:2)

Die Gastgeber brauchten eine sehr lange Anlaufzeit und lagen schnell zurück. Zunächst traf Daniel Weigl in der 17. Spielminute zum 0:1, ehe Andre Gradl ein Eigentor zum 0:2 unterlief. Jedoch konnte Jonas Frank zu einem eminent wichtigen Zeitpunkt kurz vor der Pause das 1:2 erzielen. Nach dem Wechsel glich Michael Diepold aus, ehe Simon Seitz nach einer Ecke im Gewühl die Führung markierte. Jonas Frank machte schließlich mit seinem zweiten Treffer den Sack zu.

Robert Schäffler, Trainer der Gastgeber, erklärte die Leistungssteigerung: „Wir haben uns einfach in der ersten Halbzeit schwer getan. Die zweite Hälfte war besser, auch im konditionellen Bereich konnten wir zulegen. Ich wusste, wir ziehen den Karren noch aus dem Dreck.“ Reuths Spielertrainer Martin Bächer sah die Niederlage am Ende als verdient an und analysierte das Spiel seiner Mannschaft sehr realistisch: „Wir wollten es ganz tief und sicher verteidigen, was sehr gut aufgegangen ist. Mit dem 2:0 hätten wir sehr gut in der Halbzeit leben können, doch leider haben wir dann doch noch den Gegentreffer bekommen. Hinter raus haben dann auch die Körner gefehlt, man kann aber den Jungs keinen Vorwurf machen.“

FC Dießfurt – SV Altenstadt/WN. 4:2 (2:1)

In Dießfurt gingen die Gastgeber nach einer halben Stunde durch Ondrej Ruda in Führung. Dießfurt machte nun Druck und Miroslav Havel erhöhte auf 2:0. Kurz vor der Pause erzielte der SV Altenstadt den Anschlusstreffer durch Mohamed Zouhri aus abseitsverdächtiger Position. Nach der Pause setzte sich Simon Schmid gekonnt durch und schloss zum 3:1 ab. Nach einem Abwehrfehler nutzte Altenstadt dies aus und Vehbi Zogaj verkürzte zum 3:2. Dießfurt hatte nun Konterchancen, wovon Ondrej Ruda in der 86. Minute eine zur 4:2-Entscheidung nutzte.

Der Sprecher des FC Dießfurt, Henry Schraml, äußerte sich nach dem ersten Heimsieg der Saison kurz und knapp: „Der Sieg war dann auch gegen einen guten Gegner verdient.“ Die Gäste aus Altenstadt sahen den Spielverlauf jedoch grundlegend anders. Altenstadts Trainer Marvin Häffner war überhaupt nicht der gleichen Meinung wie die Heimmannschaft und fand nach dem Schlusspfiff deutliche Worte für den Auftritt seines Teams: „Die Niederlage war unverdient, wir waren ganz klar die bessere Mannschaft. Wir waren spielbestimmende, aber leider im letzten Drittel zu unsauber.“

Kreisliga Nord

Weitere Infos gibt es auf den Seiten des BFV.