Trabitz will „identitätsstiftende Ortsmitte“ schaffen

Trabitz. Das Bild einer ehrgeizigen, demografisch und finanziell konsolidierten Gemeinde zeichnete Bürgermeisterin Carmen Pepiuk für Trabitz bei der Bürgerversammlung im Preißacher Schützenhaus.

Herzstück der angestrebten „identitätsstiftenden Ortsmitte“ für Trabitz ist der Meierhof (Heindlhof). Nach der Renovierung und Umnutzung des Hauptgebäudes harren noch die rund 120 Jahre alten Backsteinbauten einer neuen Verwendung. Foto: Bernhard Piegsa

Für die nächsten Wochen und Monate stünden die Wiederaufnahme des in den vergangenen zwei Jahren nahezu stillliegenden Erosionsschutzprojekts „boden:ständig Pichlberg“ und die Umrüstung von 250 Straßenlaternen auf sparsame LED-Technik bevor, betonte Bürgermeisterin Carmen Pepiuk.

Auf der Tagesordnung rangierten weiterhin die Modernisierung der Spielplätze in Preißach und Bärnwinkel, die Sanierung einiger Wege und Straßen, die Fassadensanierung des Pichlberger Gemeinschaftshauses und die Pflege der Weihersberger Eichenallee. Auch rechne die Gemeinde mit einem Zuschuss aus dem Investitionspakt Sportstätten für die Sportanlagen.

Neue Ortskerngestaltung

An längerfristigen Gestaltungs- und Bauvorhaben nannte die Bürgermeisterin die Dammsicherung am Heindlweiher, das neue Gerätehaus für die Feuerwehr Burkhardsreuth, den aus Mitteln der Bundes-Gigabitrichtlinie geförderten weiteren Ausbau des schnellen Internets und insbesondere die Ortskernneugestaltung in Trabitz. Deren Ziele seien unter anderem die Schaffung einer „identitätsstiftenden Ortsmitte“, eine Nutzungsperspektive für die Meierhof-Ökonomiegebäude sowie die attraktive Gestaltung des Bahnhofsumfelds.

Für Klimaschutz

Als Mitglied des neu gegründeten Kommunalzirkels „Biodiversität“ wolle die Gemeinde ferner im Schulterschluss mit LBV und Landwirten ihren Teil zu Artenvielfalt und Klimaschutz beitragen. Eine langfristige Lösung müsse für den von Verlandung und Überschwemmungen betroffenen Fluss Creußen bei Bärnwinkel gefunden werden. Trotz Corona zügig verlaufen sei der Bau des im Oktober 2021 eröffneten Kindergartengebäudes, der Kostenrahmen von 3,5 Millionen Euro würde eingehalten. 2,1 Millionen Euro seien durch Zuschüsse gedeckt.

Alle Krippenplätze belegt

1.500 Euro aus dem Verkauf von Inventar des alten Kindergartens habe der Elternbeirat für die Ausstattung des neuen Turnraums erhalten. In der neuen Kindertagesstätte seien alle 24 Krippenplätze belegt. Alle an diesen Plätzen interessierten Trabitzer Familien seien zum Zuge gekommen, sieben auswärtige Familien habe man zurückstellen müssen. Zurzeit seien vier Kindergartenplätze frei.

Leichter Rückgang

Mit 1292 (2020: 1.304) Erstwohnsitzen und 84 (2020: 77) Zweitwohnsitzen halte Trabitz das
langjährige bevölkerungsstatistische Niveau, erklärte die Bürgermeisterin. Zehn Geburten hätten im vergangenen Jahr elf Sterbefälle gegenübergestanden, 2020 sei das Zahlenverhältnis genau umgekehrt gewesen: „Insgesamt hielten sich Geburten und Sterbefälle in beiden Jahren also die Waage.“

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